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  • Leben & Arbeiten in Hamburg

    Seit jeher gehört Hamburg als Hansestadt zu einem der bedeutendsten Kultur-, Medien-, Industrie- und Handelsstandorte Deutschlands. Auch wenn Hamburg als Metropole in der Vergangenheit viele Zugereiste als neue Einwohner begrüßen durfte, prägen doch die Alteingesessenen das Bild von Hafen und Kiez. Erfahren Sie im Folgenden interessante Fakten zum Leben und Arbeiten in Hamburg.

    Hamburger Redensarten und was sie bedeuten

    1. „Mein lieber Scholli“

    Bei diesem Ausruf signalisiert der Hamburger je nach Kontext entweder Erstaunen, Bewunderung oder auch Empörung. Auf der Suche nach der Herkunft dieses Ausspruchs beruft sich eine Quelle auf die französische Sprache – um genau zu sein auf die Aussage „ma chère jolie“, die von französischen Soldaten geprägt wurde. Übersetzt heißt es „meine liebe Schöne“, doch viele Hamburger verstanden „mein lieber Scholli“. Sie übernahmen diese Abwandlung, die bis heute Gültigkeit hat.

    2. „Hummel, Hummel – Mors, Mors“

    Der in Hamburg lebende Johann Bentz mit Spitznamen „Hummel“ arbeitete im 19. Jahrhundert als Wasserträger in der Stadt. Überall bekannt wurde er von den Menschen auf spöttische Weise mit „Hummel, Hummel“ gerufen, woraufhin er Ihnen mit „Mors, Mors“ antwortete. „Mors“ ist der Hamburger Begriff für Po. Das geflügelte Wort war geboren und ist bis heute als Grußfloskel bekannt.

    3. „Wenn Du in Hamborger Hopn platt snacken kannst, dann geiht immer eine Dör mer auf“

    Diesem Ausruf liegt das Plattdeutsche zugrunde. Ins Hochdeutsche übersetzt, heißt es so viel wie: „Wenn du in Hamburg ein bisschen Platt reden kannst, dann geht immer eine Tür mehr auf.“ Im Grunde kann man sagen, wer ein paar plattdeutsche Begriffe kennt, dem gehören die Herzen der Hamburger. Einfach das ein oder andere Wort je nach Situation ins Gespräch einfließen lassen. Zu den wichtigen Vokabeln gehören unter anderem die Worte Buddel (= Flasche), Deern (= Mädchen), hökern (= handeln), Klock (= Uhr), Klönsnack (= Unterhaltung) und tüddelig (= verwirrt).

    Klischees zu den Einwohnern Hamburgs

    Hamburger – das sind emotional unterkühlte, reservierte, aber sehr ehrliche und bescheidene Menschen. So hat es ein Online-Partner-Portal nach einer Umfrage einmal zusammengefasst. Diese Klischees haben sich aber auch fernab der Partnerbörse im World Wide Web in den Köpfen vieler anderer Nicht-Hamburger festgesetzt. Das mag sicher daran liegen, dass das Verhalten der alt eingesessenen Hamburger auf den ersten Blick genau den genannten Adjektiven entspricht.

    Mehr als ein grummeliges „Moin“ kriegt man aus einem waschechten Hamburger beim ersten Treffen meist nicht heraus. Und bis sich ein Lächeln auf seinen Lippen zeigt, dauert es eine ganze Weile – Zeit, die viele Touristen meist nicht haben, weshalb sie die Hamburger Frohnatur eher nur selten zu Gesicht bekommen. Dabei sind Hamburger mit einem trockenen Humor gesegnet, sie sind weltoffen und tolerant und immer hilfsbereit. Diese Eigenschaften haben es bisher allerdings nie bis in die Liste der Hamburger Klischees geschafft. Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

    Top 5 der größten Unternehmen der Stadt

    Betrachtet man die Anzahl der Beschäftigten, so kommen Hamburgs größte Unternehmen aus den Bereichen Luftfahrt und Gesundheitswesen. Auch ein Verkehrsdienstleister hat es in die Top 5 geschafft:

    • 1. Airbus Operations GmbH
    • 2. Asklepios Klininken GmbH
    • 3. Deutsche Lufthansa AG
    • 4. Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    • 5. Deutsche Bahn AG

    Umfragen unter den 200 größten Firmen Hamburgs haben ergeben, dass die dortige Arbeitsplatz-Situation als relativ sicher bezeichnet werden kann. Größtenteils wurden in vielen Unternehmen neue Stellen geschaffen und die Anzahl der Angestellten weiter ausgebaut.

    Weiterhin besteht ein großer Bedarf an Fachkräften im sozialen Sektor: Sowohl Kranken- und Altenpfleger als auch Erzieher werden gesucht. Auch in den Bereichen Dienstleistung, Einzelhandel und Gastronomie sind eine Vielzahl offener Stellen zu besetzen.

    Aufgrund der Energiewende und der zukunftsorientierten Hafenpolitik werde es in Hamburg auch in nächster Zukunft eine Vielzahl an langfristigen Arbeitsstellen geben. Wer sich allerdings im Banken- oder Versicherungswesen orientiert, muss hier mit einer niedrigeren Konjunktur rechnen.

    Hamburgs Immobilienmarkt

    Die Stadt Hamburg setzt sich aus den sieben Bezirken Hamburg-Mitte, Altona, Eimsbüttel, Hamburg-Nord, Wandsbek, Bergedorf und Harburg zusammen. Mit mehr als 400.000 Einwohnern ist Wandsbek der größte Bezirk, Bergedorf mit knapp über 120.000 dagegen der kleinste. Jeder Bezirk unterteilt sich nochmals in einzelne Stadtteile.

    Eine bunte Mischung aus Szeneviertel und ruhigen Elbvororten bietet sich in Altona. Die alternative Szene mit vielen Kneipen, Bars und Clubs wird ergänzt durch weiße Sandstrände und ein wohlhabendes Villenviertel. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Eimsbüttel. Auch hier reihen sich prachtvolle Altbau-Villen an szenige Institutionen. Zahlreiche Parks und Grünanlagen komplettieren hier das Stadtbild.

    Niemals schlafend präsentiert sich der Bezirk Hamburg-Mitte. Das Zentrum der Hansestadt beherbergt vielseitige Geschäfte und Läden, bunte Lokalitäten, jede Menge Grünflächen und zu guter Letzt den lebhaften Hafen.

    Etwas weiter in Richtung Norden liegt die wohl beliebteste Wohngegend der Hamburger: Hamburg-Nord. Stadtteile wie Alsterdorf und Winterhude zeigen sich von ihrer gutbürgerlichen, familiären Seite. Ebenfalls mit großen Grünflächen ausgestattet bietet sich hier ein durch Wohngebiete geprägtes Stadtbild. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Bezirk Wandsbek, der sich mit zahlreichen Naturschutzgebieten als wahres Idyll Hamburgs erweist.

    Bergedorf liegt etwas weiter außerhalb und bietet ebenfalls Natur pur. Im grünsten Bezirk genießen die Einwohner ein Naherholungsgebiet mitten in Hamburg. Auf der anderen Seite der Elbe befindet sich mit Harburg ein Bezirk, der Land und Stadt ideal miteinander kombiniert.

    Das kann der öffentliche Nahverkehr

    Das öffentliche Nahverkehrs-Netz ist sternförmig aufgebaut. Vom Hauptbahnhof mitten in der Innenstadt Hamburgs kommt man relativ schnell überall gut hin. Befindet man sich allerdings im Norden der Stadt und möchte in den Westen, so muss zunächst die Strecke in Richtung Zentrum überbrückt werden, um anschließend in die gewünschte Richtung weiterzufahren. Für relativ kurze Distanzen können so schon einmal Fahrtzeiten von mehr als einer Stunde anfallen.

    Mit mehr als 10.500 Haltestellen ist das Nahverkehrsnetz des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) dennoch sehr gut ausgebaut. In regelmäßiger Taktung fahren U- und S-Bahnen, Busse und sogar Fähren im gesamten Stadtgebiet. Werktags und vor allem während des Berufsverkehrs fahren mindestens alle 5-10 Minuten öffentliche Verkehrsmittel, am Wochenende und in den Abendstunden immerhin noch alle 20-40 Minuten.

    Typisches Hamburger Essen

    Es gibt in Hamburg drei traditionelle Speisen, die auf einer Tour durch die Stadt unbedingt probiert werden sollten. Zum einen ist mit Labskaus ein waschechtes Seefahrer-Gericht auf den Speisekarten zu finden. Auch wenn das Erscheinungsbild dieser Speise doch eher gewöhnungsbedürftig ist, überzeugt es durch seinen guten Geschmack. Zutaten der klassischen Labskaus-Variante sind Pökelfleisch, Matjes, Rote Beete, Salzgurken und Zwiebeln. Alles wird zusammen durch den Fleischwolf gedreht. Der Masse werden anschließend Stampfkartoffeln untergemischt. Serviert wird das Ganze mit Rollmops, Spiegelei und Gewürzgurke.

    Als süßer Snack für zwischendurch oder zum Frühstück ist das Franzbrötchen ein absolutes Muss auf dem Speiseplan. Nahezu jeder Hamburger Bäcker bietet Franzbrötchen an. Laut Geschichte gehe der Ursprung des Gebäcks auf Napoleon zurück, doch so ganz genau lässt sich das wohl nicht mehr nachvollziehen. Die platte Zimtschnecke gibt es inzwischen in verschiedenen Varianten: klassisch oder mit Kürbiskernen, Mohn und anderen Köstlichkeiten garniert. Die leckersten Franzbrötchen gibt es laut 1. Platz im Franzbrötchenwettbewerb in der Kleinen Konditorei in Eimsbüttel.

    Zu guter Letzt sei noch die Aalsuppe als typisches Hamburger Gericht erwähnt. Bezüglich des originalen Rezeptes gibt es bis heute Unstimmigkeiten – und zwar in Bezug auf den Aal. Die einen sagen, Aal darf in keiner Aalsuppe fehlen. Die anderen sagen, „Aal“ bezieht sich nicht auf den Fisch, sondern vielmehr auf das plattdeutsche Wort für „alles“. Demnach sei die Aalsuppe eine Restesuppe, in der sich nur dann Fisch befindet, wenn Fisch eine der übriggebliebenen Reste-Zutaten ist. Wie auch immer – in den meisten Restaurants wird Aalsuppe mit frischem Fisch angeboten.

    Das bietet das Nachtleben

    Nicht wenige Touristen und Feierlustige kommen nach Hamburg aufgrund des regen Nachtlebens, das die Stadt zu bieten hat. Allen voran zählt natürlich die Reeperbahn als Anlaufstelle Nummer Eins. Auf knapp einem Kilometer finden sich hier unzählige Möglichkeiten zum Feiern – und das nicht nur auf sündige Art und Weise.

    Doch Hamburg verfügt über eine weitaus größere Feier- und Tanz-Szene, als vielen überhaupt bekannt ist. Tanz- und Live-Clubs, angesagte (Rooftop) Bars und urige Kneipen mit ganz eigentümlichem Charme finden sich auch im Karo- sowie im Schanzenviertel. Unweit von St. Pauli gelegen läuft es hier allerdings wesentlich gemütlicher ab. Das schätzen vor allem die Einheimischen, denen das touristische Treiben auf der Reeperbahn schnell zu bunt wird.

    Kulturelle Highlights in Hamburg sind in erster Linie die Musicals. Als Hochburg für musikalisch und tänzerisch vorgetragene Geschichten bietet Hamburg ein vielfältiges Programm. Neben „Rocky“ gab und gibt es hier unter anderem auch „Das Wunder von Bern“, „Der König der Löwen“, „Dirty Dancing“, „Tarzan“ und „Ich war noch niemals in New York“ mit den Liedern von Udo Jürgens zu bestaunen. Zum Teil wurden am Hafen hierfür eigene Hallen errichtet, zum Teil finden die Aufführungen auch in Theatern auf der Reeperbahn statt.

    Top 5 Kultur & Sightseeing

    Rund 12 Millionen Touristen kommen jährlich in die Hansestadt. Spätestens seit Beendigung des Baus der Elbphilharmonie dürften es aber immer mehr Besucher – vornehmlich Tagesgäste – werden. Neben dem Prachtbau gibt es aber noch weitere Sehenswürdigkeiten zu entdecken, die wir in einer Top 5 zusammengestellt haben.

    1. Der Fischmarkt

    Wer am Samstagabend auf der Reeperbahn gefeiert hat und den Kiez erst in den Morgenstunden wieder verlässt, der sollte unbedingt einen Abstecher auf den Hamburger Fischmarkt machen. In der Fischauktionshalle treffen sich am frühen Sonntagmorgen Frühaufsteher und solche, die noch gar nicht im Bett waren, zum Frühstück, das mit stimmungsvoller Live-Musik untermalt wird.

    2. Der Michel

    Hierbei handelt es sich um Hamburgs bedeutendste Kirche. Mit ihrem 132 Meter hohen Kirchturm ist die St. Michaelis Kirche, wie der Michel mit ganzem Namen heißt, ein Wahrzeichen, das die Skyline Hamburgs prägt. Wer nicht unter Höhenangst leidet, sollte den Kirchturm besteigen, um einen atemberaubenden Blick über die Stadt genießen zu können.

    3. Die Elbphilharmonie

    Für die einen architektonisches Meisterwerk, für die anderen ein weiteres Geldverbrennungsobjekt à la BER und Stuttgart 21: die Elbphilharmonie. Nach rund zehn Jahren Bauzeit und immer höher ausfallenden Baukosten wurde das spektakuläre Konzerthaus im Januar 2017 endlich eingeweiht – und ist für die kommenden Monate restlos ausverkauft. Die Architektur der „Elphi“ prägte bereits während der Bauphase das Stadtbild wie kaum ein anderes Gebäude und wird inzwischen sogar mit Sydneys Opera House verglichen.

    4. Der Hafen

    Zusammen betrachtet sind Elbe, Hafen und Landungsbrücken ein wahrer Touristen-Magnet. Von hier aus starten zahlreiche Barkassen zu spannenden Hafenrundfahrten. Regelmäßig wiederkehrende Feierlichkeiten wie der Hafengeburtstag sowie imposante Kreuzfahrtschiffe locken aber nicht nur Besucher, sondern auch Einheimische immer wieder aufs Neue an.

    5. Die Alster

    Hamburgs Innenstadt ist definiert durch das Naherholungsgebiet rund um Binnen- und Außenalster. Auch hier laden historische Dampfschiffe zu einer Rundfahrt ein. Außerdem dient das Alstergewässer als Mekka für Wassersportbegeisterte. Neben Seglern gehören auch Stand-Up-Paddler und Kanuten zum alltäglichen Bild.

    Raus aus Hamburg

    Wem Hamburg an sich nicht grün genug ist, der braucht nicht lange zu fahren, um schönste Natur zu erleben. Egal in welche Richtung man auch fährt – überall gibt es Spannendes zu entdecken. So zum Beispiel im Herzen Nordfrieslands: Neben ausgiebigen Wattwanderungen erwartet einen in Dagebüll ein außergewöhnlicher Leuchtturm als Unterkunft.

    Tierisch geht es in der Seehundstation Friedrichskoog zu. Die Aufzuchtstation von Seehunden und Kegelrobben bietet einen lebhaften Einblick in die Arbeit mit den Tieren.

    In entgegengesetzter Richtung auf der anderen Seite der Elbe verzaubert das Alte Land mit seinen vielen Obstfeldern. Auf dem Weg in die malerischen Städtchen Stade und Buxtehude führt der Weg entlang des Elbdeichs an lauter Apfel- und Kirschbäumen vorbei. Bei Sonnenschein und blauem Himmel ein unvergesslicher Eindruck!

    Noch weiter südlich liegt der Barfußpark Egestorf. Das riesige Naturschutzgebiet mitten in der Lüneburger Heide bietet ausreichend Platz für Barfuß-Spaziergänge. Speziell konzipierte Stationen verwöhnen die nackten Füße außerdem mit Reizen, denen sie im normalen Alltag kaum noch ausgesetzt sind. Ein gesunder Spaß für die ganze Familie.

    Die gesamte Lüneburger Heide bietet eine tolle Umgebung für Fahrradtouren und Wanderungen. Vor allem im Spätsommer bietet sich dem Betrachter ein wahrlich imposantes Naturschauspiel, wenn die Heide in allen Lila-Tönen blüht.

    Fazit

    Hamburg ist eine Hansestadt genau wie man sie sich vorstellt: lebhaft, kulturell und idyllisch grün zugleich. Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt der Hafen. Den Bewohnern wird aber noch viel mehr geboten: Ein vielseitiges Freizeitangebot, hübsche Wohnbezirke und sichere Arbeitsplätze. Alles was man zum Leben braucht!

  • April, 2018

    Kein(e) Event(s)


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