Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Deshalb ist es mal wieder an der Zeit, die Shopping-Trends der Menschen in Deutschland zu analysieren. Wichtigste Erkenntnisse der aktuellen Studie der Score Media Group: Die Konsumlaune steigt wieder. Zudem scheint der Blick auf die Nachhaltigkeit mehr als ein kurzer Trend zu sein: Verbraucher wollen nur noch so viel kaufen, wie sie auch verbrauchen – in erster Linie im Bereich Lebensmittel.
Die Ergebnisse aus der Erhebung „Deutschland, deine Einkaufstrends“ zeichnen ein vorsichtig optimistisches Bild, was die Stimmung der Menschen im allgemeinen angeht: 64 Prozent der VerbraucherInnen beurteilen ihre eigene aktuelle wirtschaftliche Lage als „eher gut“ oder „gut“. Die meisten gehen davon aus, dass es ihnen auch im kommenden Jahr finanziell „eher gut“ gehen wird.
Gute Qualität zum fairen Preis
Trotz finanziell stabiler persönlicher Lage achtet fast die Hälfte der Befragten verstärkt auf Sonderangebote in der Werbung und greift häufig zu günstigen Eigenmarken, vor allem bei Lebensmitteln.
Das Preis-Leistungsverhältnis ist den meisten über alle Sparten hinweg wichtig. Egal, ob Kleidung, Lebensmittel, Heimwerken oder Wohnen, etwa 80 Prozent betonen die Wichtigkeit von guter Qualität zu einem angemessenen Preis.
Im Bereich Lebensmittel ist es den KonsumentInnen genauso wichtig, nachhaltig zu kaufen, wie im Sektor Bekleidung. Für die Ernährung werden Produkte aus der Region von 61 Prozent bevorzugt, 44 Prozent achten auf den Kauf von Bio-Ware. Geht es um den Kauf tierischer Produkte, entscheiden sich knapp 65 Prozent für Waren aus artgerechter Haltung mit entsprechenden Gütesiegeln.
Auch Food Waste ist ein wichtiges Thema: 68 Prozent kaufen nur noch das, was sie auch verbrauchen. Gern gekauft werden auch Produkte mit geringer Haltbarkeit, die meistens rabattiert sind. Bei Lebensmitteln legen fast 50 Prozent keinen Wert auf Markenware und greift stattdessen zu günstigen Eigenmarken.
Fashion: Kritisch gegenüber Temu und Co.
Nachhaltigkeit wird auch im Bereich Fashion wichtiger: Fast Fashion lehnen 58 Prozent der TeilnehmerInnen ab. Recht kritisch stehen 49 Prozent asiatischen Billig-Konzepten wie Shein oder Temu gegenüber. Ebenfalls 49 Prozent möchten nicht bei außereuropäischen Shops einkaufen.
Als zunehmend relevant für Rabatte und Angebote stufen 49 Prozent noch immer Offline-Medien wie Zeitungen, Zeitschriften und Prospekte ein. Zwei Drittel der Befragten kaufen häufig über Händler-Apps ein. Sie gaben an, dafür mindestens eine App zu nutzen.
