Wie gut wird die Digitalisierung in Deutschland akzeptiert? Sind die Menschen dauerhaft bereit, mit dem digitalen Wandel Schritt zu halten? Der D21-Digital-Index präsentiert aktuelle Ergebnisse, die zeigen: Die Bundesbürger stehen der Digitalisierung mit gemischten Gefühlen gegenüber.
Zentrales Ergebnis: Für die meisten gehört die Digitalisierung längst zum Lebensalltag, doch die positive Grundeinstellung gegenüber fortschreitenden Technologien nimmt eher ab. Dies, so die Studienautoren von der Initiative D21 e.V., sei problematisch im Hinblick auf die digitale Zukunft: Sinkt die Resilienz – gemeint ist hier die Fähigkeit und Bereitschaft, mit dem technologischen Wandel Schritt zu halten – dann ist unklar, wie Deutschland wirtschaftlich und gesellschaftlich künftig international konkurrenzfähig bleiben kann. Laut Erhebung gibt es zwei Lager: Die einen, mit 52 Prozent immerhin mehr als die Hälfte, stehen der Digitalisierung skeptisch oder gar distanziert gegenüber. Optimistisch und offen sind dagegen 47 Prozent, wenn sie auf den technologischen Fortschritt angesprochen werden.
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Vertriebsmitarbeiter als Area Sales Manager (m/w/d) für Online-Marketing im Außendienst
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Digital Experience Manager International (m/w/d)
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Wohlstand ohne Digitalisierung nicht mehr möglich?
Wie wichtig die Digitalisierung für Deutschlands Wohlstand und Zukunftsfähigkeit ist, zeigt der D21-Digital-Index auf, indem er auf den sogenannten „Vogel-Strauß-Effekt“ hinweist: Zum einen denken 76 Prozent der Erwerbstätigen, dass der Fortschritt der Digitalisierung bis 2035 zum Wegbrechen ganzer Berufssparten führen wird. Nur 23 Prozent gehen allerdings davon aus, dass dieser Wegfall von Berufsgruppen sie selbst betreffen wird. Das Problem: Häufig wird unterschätzt, wie wichtig die eigene Weiterentwicklung ist.
Fast die Hälfte der Berufstätigen findet, es sei die Pflicht der Arbeitgeber, ihre Mitarbeiter durch Schulungen mit dem digitalen Wandel auf dem Laufenden zu halten. Trotzdem nutzen immer weniger Menschen (18 Prozent) digitale Weiterbildungen im Beruf. Wohin das führt, liegt auf der Hand: Die Perspektiven derjenigen, die nicht Schritt halten, werden auf einem zunehmend digitalen Arbeitsmarkt stetig sinken. 61 Prozent der Studienteilnehmer räumen ein, dass sie schon jetzt digitale Fähigkeiten und Kenntnisse in ihrem Berufsalltag brauchen.
46 Prozent der Befragten schätzen zudem, dass ihr eigenes Unternehmen nicht genug tut, um mit dem digitalen Wandel national und international Schritt zu halten. Einen deutlichen Einbruch erleidet auch das allgemeine Vertrauen ins deutsche Schulsystem: Nur 28 Prozent der Menschen in Deutschland finden, dass Schulen die Kinder optimal auf eine weitgehend digitalisierte Berufswelt vorbereiten.
KI birgt neben Chancen auch Risiken
ChatGPT ist die Innovation, die aktuell in vielen Firmen für Veränderungen und für reichlich Stoff für Diskussionen sorgt. Ein Fünftel der Befragten gibt an, ChatGPT schon in den ersten sechs Monaten nach dem Start genutzt zu haben. 47 Prozent gebrauchen die Technologie, um Texte zu erstellen oder kreativ zu schreiben. Ein hoher Anteil (43 Prozent) benutzt ChatGPT jedoch auch als Suchmaschine, wobei nicht immer zuverlässige Ergebnisse geliefert werden.
D21-Präsident Marc Reinhardt betont, dass KI wesentlich dazu beitragen soll, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und den Wohlstand im Land zu sichern. Gefragt seien hier vor allem Entscheider in Wirtschaft und Politik, man müsse „KI strategisch nutzen, dabei aber gleichzeitig Gefahren minimieren, die die Verwendung dieser Technologie in sich birgt.“
